Kurz-Biographie
Johannes Brahms

Komponist, Pianist, Dirigent;
geb. 7. 5. 1833 Hamburg, gest. 3. 4. 1897 Wien.


Brahms hielt sich während 14 Aufenthalten ca. 100 Tage in Meiningen auf. Die Werrastadt entwickelte sich von 1880 bis 1914 zum ersten deutschen Brahms-Zentrum. Angebahnt wurde der erste Arbeitsaufenthalt im Oktober 1881 durch Hans von Bülow, 1880 bis 1885 Intendant der Meininger Hofkapelle.

Geprobt wurde vor allem Brahms' im Sommer 1881 enstandenes 2. Klavierkonzert B-Dur op. 83, das im Hoftheater seine nicht öffentliche Uraufführung erlebte. Bereits im Monat darauf kam Brahms erneut nach Meiningen.

Ab 1882 folgten zahlreiche gemeinsame Aufführungen. Konzertreisen mit der Hofkapelle führten ihn u. a. nach Berlin (1882), Kiel und Hamburg (1882), Wien (1884) sowie in das Rheinland und nach Holland (1885). Am 3. Februar 1884 dirigierte Brahms im Meiningen die Erstaufführung der 3. Sinfonie op. 90, am 25. Oktober 1885 die Uraufführung seiner e-Moll-Sinfonie op. 98.

Nicht nur Bülow trat seit 1881 leidenschaftlich für die Brahms'schen Werke ein. Auch das Herzogspaar brachte dem Komponisten große Sympathie entgegen. Ein regelrechter "Brahms-Kult" entstand. Auch nach Bülows Weggang von Meiningen 1885 hielt sich der Komponist fast in jedem Jahr zu Konzerten, aber auch privat in den Schlössern von Meiningen und Altenstein auf.

Ab Herbst 1886 folgte die enge Zusammenarbeit mit dem Meininger Hofkapellmeister Fritz Steinbach, der Brahms in den Mittelpunkt von drei Landesmusikfesten stellt. Ab März 1891 arbeitete Brahms mit dem Meininger Klarinettisten Richard Mühlfeld zusammen, für den er vier Werke schrieb. 1899 wurde im Englischen Garten das weltweit erste Brahms-Denkmal (Bildhauer: Adolf von Hildebrandt) eingeweiht.
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