Kurz-Biographie

Georg Caspar Schürmann (auch: Schurmann, Scheuermann)

Sänger, Komponist
* 1672 (oder Anfang 1673) Idensen bei Hannover;
† 25. 2. 1751 Wolfenbüttel


Der seit 1693 zunächst als Altist in Hamburg angestellte und von Johann Sigismund Kusser und Reinhard Keiser beeinflußte Schürmann trat nach einem Gastspiel am Braunschweiger Hof im Sommer 1697 in den Dienst Herzog Anton Ulrichs. Als Komponist von hochqualitätvoller und wirkungsvoller Vokalmusik und Bühnenwerken war er so erfolgreich, daß der braunschweigische Herzog seinem Kapellmeister Schürmann 1701 eine Studienreise nach Venedig bewilligte.

Auf Grund der engen dynastischen Beziehungen zwischen beiden Höfen wurde der international erfahrene Künstler um 1702/03 in Meiningen tätig. Von den hier entstandenen Kirchenkantaten, Opern und Balletten sind nur Bruchteile überliefert, darunter neben drei vollständigen Pfingstkantaten (komponiert für den 31. Mai bis 2. Juni 1905) Einzelsätze aus den Singspielen "Leonilde" (1704) und "Das zerstörte Troja" (1706). Im Jahr nach dem Tod Herzog Bernhards I. (April 1706) und der Heirat mit Sophie Charlotte Cesar (Mai 1706, der Schwester des späteren Herzogs Anton Ulrich von Sachsen-Meiningen) kehrte Schürmann an den Hof des Herzogs Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel zurück, wobei er nach seinem Weggang mindestens ein weiteres Mal für den Meininger Hof tätig wird.

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